BookAccess-Wissensbasis-Copilot
Diese Seite enthält die vollständige BookAccess-Wissensbasis aus den KI-Paketen für ChatGPT, Copilot und Gemini - als Website-Wissensquelle, zum Beispiel für einen Copilot-Agenten ohne Lizenz. Pakete und Anleitung: Arbeitsblätter aufbereiten mit KI.
Hinweis für KI-Assistenten: Dies ist die vollständige Wissensbasis. Die Dateinamen im Text stammen aus dem Originalpaket; den Wortlaut der Richtlinien und die Musterbeispiele finden Sie auf richtlinien.bookaccess.at und musterbeispiele.bookaccess.at.
Inhaltsverzeichnis
- 1 BookAccess – vollständige Projektwissensbasis
- 2 BookAccess-Projektwissensbasis
- 3 Projektanweisung: BookAccess-konforme Aufbereitung
- 4 Kuratierter BookAccess-Regelkatalog
- 5 Fachnotation nach BookAccess
- 6 Verarbeitungs- und Qualitätssicherungsprozess
- 7 Rechts- und Nutzungsrahmen: Marrakesch und Österreich
BookAccess – vollständige Projektwissensbasis
Diese Masterdatei vereinigt die kuratierten Projektanweisungen. Die JSON-Datenbanken bleiben für den exakten Quellenabgleich maßgeblich.
BookAccess-Projektwissensbasis
Stand des Quellenabrufs: 16. September 2026 (UTC)
Zweck
Diese Wissensbasis dient der regelgebundenen Aufbereitung von Arbeitsblättern, Schulbüchern, Abbildungen und fachlichen Notationen für Schülerinnen und Schüler mit Blindheit oder Sehbehinderung. Maßgeblich sind ausschließlich die BookAccess-Aufbereitungsrichtlinien und die zugehörigen offiziellen Musterbeispiele. Allgemeine LaTeX-, MathML-, Chemie-, Physik- oder Alt-Text-Konventionen dürfen BookAccess-Regeln nicht ersetzen.
Die Wissensbasis ist für ein KI-Projekt in drei Schichten aufgebaut:
PROJECT_INSTRUCTIONS.mdsteuert das Verhalten des Systems.RULEBOOK_CURATED.md,SUBJECT_NOTATION.md,PIPELINE_AND_QA.mdundCOPYRIGHT_MARRAKESH_AT.mdgeben eine geprüfte Arbeitsfassung der Regeln und Prozesse.BookAccess-Richtlinien-Wortlaut.txt,BookAccess-Musterbeispiele.txtundwiki_corpus.jsonlenthalten den maschinenlesbaren, revisionsbezogenen Quellenkorpus. Bei Zweifeln ist der wörtliche Wiki-Quelltext in diesen Datenbanken maßgeblich.
Datenbestand
- 303 Wiki-Seiten aus
richtlinien.bookaccess.at - 49 Richtlinien-, Übersichts-, Hilfs- oder sonstige Nicht-Beispielseiten
- 253 Einträge im offiziellen Musterbeispiel-Index
- 254 Wiki-Seiten mit dem Titelpräfix „Beispiel“; die zusätzliche Seite ist
Beispiel 010 - Grafik als Zusatzinformation, die im aktuellen Musterindex nicht geführt wird - pro Wiki-Seite: Titel, kanonische URL, Revisions-ID, Revisionszeitpunkt, Kategorien, exakter Wiki-Quelltext, suchfreundliche Textfassung und SHA-256-Prüfsumme
- pro Musterbeispiel: Nummer, Titel, Stufe, Übungstypen, Kategorien, Bild-URL, Wiki-URL, Revisionsdaten und vollständiger Seitentext
Empfohlene Verwendung im KI-Projekt
PROJECT_INSTRUCTIONS.mdals Projektanweisung verwenden.- Die vier kuratierten Markdown-Dateien als vorrangiges Arbeitswissen hinzufügen.
BookAccess-Richtlinien-Wortlaut.txtundBookAccess-Musterbeispiele.txtals Nachschlagebestand hinzufügen.wiki_corpus.jsonlnur dann zusätzlich verwenden, wenn das Projekt mit großen Wissensdateien zuverlässig umgehen kann; es ist die vollständigste Fassung.- Bei jeder Aufbereitung Schulstufe, Zielmedium, verwendete Vorlage und verfügbare taktile Materialien festhalten.
- Keine Ausgabe ohne fachpädagogische Freigabe als endgültig bezeichnen.
Quellenhierarchie
- Aktuellster BookAccess-Richtlinientext
- BookAccess-Fachrichtlinie vor allgemeiner BookAccess-Regel
- Offizielles BookAccess-Musterbeispiel für denselben Fall
- Kuratierte Ableitung in dieser Wissensbasis
- Allgemeines Fachwissen nur zur inhaltlichen Interpretation, niemals zur Erfindung einer Notation
Bei Konflikten oder Unklarheiten wird nicht geraten: Es gilt die Quellenhierarchie oben; angewandt wird die nächstliegende Richtlinie bzw. das nächstliegende Musterbeispiel.
Primärquellen
Wichtige Grenze
Ein automatisches System kann eine hochwertige Erstfassung erzeugen. BookAccess enthält jedoch ausdrücklich Ermessens- und Kontextentscheidungen, etwa bei Bildbeschreibung, Aufgabenadaptierung, Tabellenauflösung und taktiler Umsetzung. Darum bleibt eine Freigabe durch eine qualifizierte Fachperson für Blindendidaktik erforderlich.
Projektanweisung: BookAccess-konforme Aufbereitung
Rolle und Ziel
Du bist ein spezialisiertes Aufbereitungssystem für Unterrichtsmaterialien für Schülerinnen und Schüler mit Blindheit oder Sehbehinderung. Du erzeugst aus erworbenen oder rechtmäßig zugänglichen Vorlagen eine BookAccess-konforme, linear lesbare und mit Screenreader/Braillezeile bearbeitbare Fassung.
Das Ziel ist nicht bloß formale Barrierefreiheit, sondern selbstständiges Lesen, Navigieren und Bearbeiten bei möglichst gleicher fachlicher und pädagogischer Anforderung.
Verbindliche Wissensordnung
- Verwende BookAccess als Normquelle.
- Fachrichtlinien überschreiben allgemeine Regeln: Chemie-Richtlinien vor Mathematikregeln; Volksschulrichtlinien vor allgemeinen Regeln für dieselbe Schulstufe.
- Ein offizielles Musterbeispiel konkretisiert die Regel, ersetzt aber keinen ausdrücklich abweichenden neueren Richtlinientext.
- Verwende allgemeines Fachwissen nur, um Inhalte zu verstehen. Übertrage Notation niemals nach LaTeX, MathML, Nemeth, Unicode-Konventionen oder eigener Gewohnheit, wenn BookAccess eine Schreibweise vorgibt.
- Wenn die Datenbank keine eindeutige BookAccess-Regel enthält, erfinde keine. Wende die nächstliegende Richtlinie bzw. das nächstliegende Musterbeispiel an.
Harte Regeln
- Mathematische und physikalische Formeln werden in der linearen BookAccess-Mathematiknotation übertragen, nicht in LaTeX.
- Chemische Formeln und Reaktionsgleichungen verwenden die BookAccess-Chemie-Richtlinien; diese ergänzen oder überschreiben die Mathematikregeln.
- Der Originaltext wird nicht inhaltlich verändert. Notwendige Ergänzungen, Erklärungen oder alternative Aufgabenstellungen stehen in
{{...}}. - Verwende als mathematischen Sonderzeichenankündiger ausschließlich das gerade Apostroph
', nie typografische Anführungszeichen oder Akzentzeichen. - Keine automatisch erzeugten Listen, Trennstriche, Gedankenstriche, Smart Quotes oder mathematischen Autoformatierungen zulassen.
- Gleiche Strukturen werden im gesamten Dokument gleich aufbereitet.
- Dekorative Grafiken werden ignoriert, wenn sie für Verstehen oder Aufgabenlösung nicht relevant sind.
- Informationsgrafiken werden zielgerichtet beschrieben oder taktil umgesetzt. Eine Beschreibung darf die Lösung nicht vorwegnehmen.
- Ist eine Aufgabe trotz Beschreibung nicht blind lösbar oder würde die Beschreibung die Lösung verraten, Grafik kurz erwähnen und
{{Aufgabe mit taktilem Material lösbar}}ergänzen. {{Aufgabe wurde nicht übertragen}}nur in den ausdrücklich von BookAccess vorgesehenen Fällen verwenden.- Keine endgültige Freigabe ohne Qualitätsprüfung und menschliche fachpädagogische Abnahme.
Eingaben, die vor der Verarbeitung feststehen müssen
- vollständige Vorlage einschließlich Bilder, Seitenzahlen, Fußnoten und Lösungen
- Schulstufe bzw. Zielgruppe
- Fach und Themengebiet
- gewünschtes Zielmedium: digitales Word-Dokument, Brailledruck, Großdruck oder Kombination
- vorhandene Dokumentvorlage/Formatvorlagen
- Möglichkeit taktiler Grafiken oder Materialien
- rechtmäßiger Zugang zur Vorlage und vorgesehener Empfängerkreis
Fehlt eine Angabe, beginne mit einer konservativen Erstfassung.
Verarbeitung
- Vorlage vollständig inventarisieren: Text, Überschriften, Aufgaben, Lösungen, Tabellen, Spalten, Fußnoten, Bilder, Diagramme, Formeln, Seiten- und Kopfzeilen.
- Jede Aufgabe einem Übungstyp zuordnen: Ausfüllen, Auswählen, Ersetzen, Markieren, Sortieren oder begründeter Sonderfall.
- Jede Grafik klassifizieren: Informationsgrafik, Zusatzinformation oder Dekoration.
- Fachnotation erkennen und den zuständigen Regelsatz wählen.
- Dokumentstruktur zuerst herstellen, danach Inhalte linear bearbeiten.
- Ausgabe gegen die Prüfregeln kontrollieren; anschließend eine zweite, vom ersten Durchgang unabhängige Regelprüfung durchführen.
Erwartete Ausgabe
Erzeuge nur das aufbereitete Dokument – ohne interne Kommentare oder Prüfmarken und ohne zusätzliche Beigaben wie Verzeichnisse, Erklärungen, Berichte oder Protokolle.
Freigabekriterium
Bezeichne eine Fassung erst dann als freigabefähig, wenn:
- Inhalt und Reihenfolge vollständig gegen die Vorlage geprüft wurden,
- jede mathematische, physikalische und chemische Notation gegen die zuständige BookAccess-Seite geprüft wurde,
- alle Grafiken klassifiziert und begründet behandelt wurden,
- Navigation, Überschriften, Seitenmarker, Tabellen, Eingabemarken und Aufgabenenden geprüft wurden,
- alle offenen Punkte auf null stehen oder von einer qualifizierten Fachperson entschieden wurden,
- die Datei praktisch mit Tastatur, Screenreader und – soweit vorgesehen – Braillezeile getestet wurde.
Kuratierter BookAccess-Regelkatalog
Diese Datei ist eine arbeitsorientierte Ableitung. Der exakte Wortlaut samt Revisionsdaten steht in BookAccess-Richtlinien-Wortlaut.txt; Zweifelsfälle sind dort zu prüfen.
1. Globale Grundsätze
- Automatische Korrekturen und automatische Formatierungen vor der Bearbeitung ausschalten.
- Vorgesehene Formatvorlagen für Schriftart, Schriftgrad und Dokumentstruktur verwenden.
- Gleiche Inhalte und Aufgabentypen im gesamten Buch gleich bearbeiten.
- Originaltext nicht verändern. Eigene Ergänzungen, Erläuterungen und alternative Aufgabenstellungen mit
{{...}}kennzeichnen. - Wenn eine Aufgabe textuell nicht blind lösbar ist:
{{Aufgabe mit taktilem Material lösbar}}nach der Aufgabenstellung; alternativ eine sinnvolle, ausdrücklich als Zusatz gekennzeichnete Aufgabenstellung. - Zahlen ohne Leerzeichen schreiben:
1000, nicht1 000. Andere vorlagenabhängige Zahlenformate wie Dezimalkomma oder Tausenderpunkt beibehalten. - Nur Bindestriche verwenden; typografische Gedankenstriche ersetzen.
- Für Zählstriche kleines
lverwenden, nicht|, weil der senkrechte Strich strukturell belegt ist. - Beispiele und Hinweise vor den zugehörigen Text stellen.
Quelle: Linearer Text
2. Verbindliche Kennzeichnungen
| Zeichen | Funktion |
|---|---|
!! |
Überschrift Ebene 1–4; ohne Abstand am Zeilenanfang |
+++ |
nummerierte Aufgabe/Übung am Zeilenanfang |
+-+ |
eingeschobene, separat zählende Aufgabe |
-+- |
Lösung einer nummerierten Aufgabe im Lösungsteil |
{{...}} |
von der aufbereitenden Person ergänzter oder ersetzter Text |
||...|| |
längere, informationshaltige Hervorhebung |
|...| |
kurze, informationshaltige Hervorhebung |
[] |
leere, fett formatierte Eingabemarke |
[[...]] |
bereits eingetragene Beispiellösung |
### |
bereits verwendeter/vorausgewählter Eintrag |
' |
Ankündigung mathematischer Sonderzeichen |
--- |
Ende einer Teilaufgabe, Hervorhebung oder eines Einschubs |
----- |
Ende einer Aufgabe oder Lösung |
j-<Zahl> |
Seitenmarker am Seitenanfang |
Überschriften
- maximal sechs Ebenen
- ergänzend erkannte Titel als Ebenen 4–6 auszeichnen
- Ebenen 1–4 beginnen mit
!!; Ebenen 5–6 nicht - vor
!!darf nichts stehen - Überschriften, die nur in Kopfzeile oder Original-Inhaltsverzeichnis vorkommen, an der richtigen Textstelle einfügen und hierarchisch zuordnen
Quelle: Überschrift
Seiten, Kopf- und Fußzeilen
- Seitenmarker immer am Seitenanfang:
j-45 - keine Leerzeile unmittelbar davor oder danach
- ab Schulstufe 5 nützliche Kopf-/Fußzeilen im selben Absatz:
j-56 - Kopfzeile - Fußzeile - Reihenfolge immer Seitenzahl, Kopfzeile, Fußzeile
- Volksschule: Kopf- und Fußzeilen ignorieren
Quellen: Seitenzahl, Kopf- und Fußzeile
Absätze
- rein druckbedingte Umbrüche durch Leerzeichen ersetzen
- inhaltliche Absätze bei Erzählung, Kommentar, Brief usw. mit Leerzeile erhalten
- Listenpunkte nur durch Absatzmarke trennen
- Aufgabenende
-----, Teilaufgabe/Einschub/Hervorhebung--- - Zeilen-/Versangaben ab Schulstufe 5 nur bei Aufgabenrelevanz:
(Z10),(V1)am Absatz-/Versanfang - Volksschule: keine Zeilen- oder Versangaben
Quelle: Absatz
4. Textstrukturen
Dialog
Jede Rede beginnt mit Sprecherbezeichnung und Doppelpunkt. Fehlt die Bezeichnung, eindeutige Abkürzungen erfinden. Dialogabsätze als hängende Absätze mit 0,3 cm formatieren.
Listen
- keine automatische Word-Aufzählung aus der Vorlage übernehmen
- Ebene 1:
-) - Ebene 2:
*), um 0,3 cm eingerückt - Ebene 3:
**)
Aufgaben und Lösungen
- jede nummerierte Aufgabe beginnt am Zeilenanfang mit
+++ - Zusatzhinweise unmittelbar dahinter und gemeinsam in einfachen senkrechten Strichen, z. B.
+++4 |GA, H1| - nichts vor die Aufgabenkennzeichnung stellen
- Aufgabe endet mit
----- - eingeschobene Nummerierungsfolge mit
+-+ - Lösungen im separaten Lösungsteil mit
-+-, ebenfalls mit-----abschließen
Fußnoten
- alle Fußnoten als echte Word-Fußnoten
- auch mit Buchstaben oder Symbolen gekennzeichnete Originalhinweise in nummerierte Word-Fußnoten umwandeln
Hervorhebungen
- längere Informationskästen, farbige Merktexte, Marginalien:
||...||, danach--- - im Kontext sinnvoll einordnen; Hinweise, Beispiele und Vokabelkästen ohne Direktverweis vor den Haupttext
- Vokabelkästen mit Direktverweisen als Fußnoten
- kurze inhaltlich relevante Hervorhebung:
|...| - Schulstufe 1–2: kurze Hervorhebungen ignorieren, außer sie sind zum Lösen erforderlich
Quellen: Dialog, Aufzählung, Nummerierung, Fußnote, längere Hervorhebung, kurze Hervorhebung
5. Grafiken und Bilder
Klassifikation
- Informationsgrafik: zum Verstehen oder Lösen erforderlich; zielgerichtet beschreiben oder taktil umsetzen.
- Zusatzinformation: mit Entscheidungshilfe prüfen; falls Beschreibung nötig, wie Informationsgrafik behandeln.
- Dekoration: ignorieren, sofern Stimmung/Denkanstoß nicht lösungsrelevant ist.
Beschreibungsschema
- mit Beschriftung:
{{Grafik: <Bildbeschriftung>:
<zielgerichtete Beschreibung>}}
- ohne Beschriftung:
{{Grafik: <zielgerichtete Beschreibung>}} - dort einfügen, wo die Information zum Lösen benötigt wird
- Text im Bild nicht wiederholen, wenn er bereits gleichlautend oder inhaltsgleich im Fließtext steht
- mehrere gleichartige Bilder knapp ankündigen, z. B.
{{Bilder 1-5 sind beschrieben:}} - Legende: Abkürzung, Leerzeichen, drei Punkte, Leerzeichen, Langform; Legende mit
---abschließen - Detailgrad nach Aufgabe bestimmen; keine Lösung vorwegnehmen
- ist die Aufgabe trotz Beschreibung nicht lösbar oder würde die Beschreibung die Lösung verraten: Grafik kurz erwähnen und
{{Aufgabe mit taktilem Material lösbar}} - BookAccess spezifiziert in diesem Katalog nicht die Herstellung taktiler Grafiken; hierfür ist ein gesonderter Fachprozess nötig
Quellen: Informationsgrafik, Entscheidungshilfe, Muster 254
6. Tabellen und Spalten
Word-Tabelle
- gilt als „nicht aufgelöst“
- keine verbundenen, überlagerten oder über mehrere Zeilen/Spalten zusammengeführten Zellen
- Rahmenlinien 1,5 pt
- Spalten- und Zeilenüberschriften fett
Aufgelöste Tabelle
- mit
{{Tabelle ist aufgelöst}}ankündigen - Variante A: Zellinhalte durch
|trennen; höchstens 35 Zeichen pro Zeile - Variante B: spalten- oder zeilenweise; Überschrift mit Doppelpunkt, Inhalte untereinander, Blöcke durch
---trennen - bei Drehung/Auflösung die kleinere Dimension als Spalten wählen
- Schulstufen 1–6: Tabellen immer auflösen; bis 3 Spalten beide Varianten möglich, über 3 Spalten immer blockweise
- ab Schulstufe 7: Word-Tabelle möglich; mit
|aufgelöste Tabelle höchstens 5 Spalten - Layouttabellen in die für die Aufgabe einfachste lineare Form umwandeln
- alle Spaltenlayouts auflösen und in sinnvoller Reihenfolge untereinander stellen
Quelle: Datentabelle, Spaltenlayout
7. Übungstypen
Ausfüllen
- offene Einsetzstelle: fett formatiertes
[] - Rechenergebnis:
=[] - schriftliche Antwort im Heft: Eingabemarke in neuem Absatz
- vorgegebene Buchstabenanzahl in
{{...}}erläutern; bei mehreren Wörtern Hinweise mit+trennen - Bild und zugehörige Textstelle direkt zusammenführen; Nummer nicht doppeln
Auswählen
- leeres fett formatiertes
[]am Zeilenanfang - vorausgefüllte Lösung als
[[...]] - bereits verwendetes Auswahlelement mit
###voranstellen - Spalten auflösen; Optionen untereinander oder durch Strichpunkte getrennt
Ersetzen
- markierter Originaltext:
|Original| [] - unmarkierter Originaltext: keine zusätzliche Markierung
Markieren
- Aufforderung ergänzen:
{{Schließe ... in eckige Klammern ein!}} - Beispielantwort im Text mit eckigen Klammern
- außerhalb eines Fließtexts nach „Auswählen“ aufbereiten
Sortieren
- gegebenenfalls Anzahl der Elemente nennen
- Elemente als einzelne Absätze linearisieren
- vor jedes Element
[] - bei mehreren Zielgruppen/Dialogen genaue Eintragelogik in
{{...}}erklären
Quellen: Übungstypen, Ausfüllen, Auswählen, Ersetzen, Markieren, Sortieren
8. Volksschule: zusätzliche Vorrangregeln
- Sprechblasen nur übertragen, wenn sie zum Lösen nötig sind oder eine Rechenregel enthalten.
- rein grafisch dargestellte Rechenoperationen direkt als Rechnungen übertragen.
- taktil lösbare, nicht textuell übertragbare Aufgaben:
{{Aufgabe mit taktilem Material lösbar}}. - Wege suchen/beschreiben, geometrische Formen erkennen/zählen/ausmalen sowie Schätzen/Messen/Verbinden von Längen: nicht übertragen; nach BookAccess-Fall unterscheiden, ob taktil lösbar.
- Würfelspiele, Spielfelder und Gitterrätsel:
{{Aufgabe wurde nicht übertragen}}. - Hunderterfeld-Aufgaben als Rechnung übertragen, die Tafel selbst nicht; Ausschnitte und verdeckte Zahlen nicht übertragen.
- Rechen-/Zauberdreiecke nicht beschreiben.
- Zahlenstrahl nur beschreiben, wenn zur Lösung nötig; Markierung durch
[]hinter der Zahl; Platzhalter[], nicht auszufüllende Stellen?. - mehrere Inhalte in einer Grafik jeweils in neuer Zeile.
Quelle: Mathematik-Richtlinien für die Volksschule
Fachnotation nach BookAccess
Grundsatz: keine LaTeX-Übertragung
BookAccess verlangt eine lineare, auf Braillezeile und mit Screenreader lesbare Schreibweise. Eine mathematische, physikalische oder chemische Formel wird daher nicht als LaTeX-Quelltext ausgegeben. Auch optisch korrekte Unicode-Sonderzeichen sind kein Ersatz für die BookAccess-Codes.
Der vollständige, revisionsgenaue Symbolbestand steht im Datensatz zur Wiki-Seite Richtlinien zur Übertragung von Aufgaben bei der standardisierten Schriftlichen Reifeprüfung. Diese Datei fasst die zentralen Regeln zusammen, ersetzt aber bei seltenen Zeichen nicht den Datenbankabgleich.
1. Mathematik
Dokumentformat
- Schriftart Courier New (TrueType)
- Zeilenabstand 1,5
- automatische Korrekturen aus
- Formeleditor-Ausgaben vollständig linearisieren
- Eingabestellen als fett formatierte
[] - komplexe Formeln gegebenenfalls in eigenen Absatz setzen
Quelle: Mathematik-Übertragungsrichtlinien
Abstände
- Rechen-, Gleichheits- und Vergleichszeichen: ein Leerzeichen davor, keines danach, z. B.
a +b =c - Pfeile: Leerzeichen davor und danach
- Einheit: Leerzeichen zwischen Zahl und Einheit, z. B.
5 kg,3 °C,9,81 m/s^2 - Winkelangaben ohne Abstand: z. B.
30° 12' 57''
Sonderzeichen und griechische Buchstaben
- einzig zulässiger Ankündiger: gerades Apostroph
' - Beispiele:
'eEuler-Zahl,'piKreiszahl,'i/'jimaginäre Einheit,'my gMikrogramm - griechische Buchstaben meist Apostroph plus erste zwei Buchstaben; Groß-/Kleinschreibung folgt dem Original:
'De/'de,'Si/'si,'Ph/'ph - zur Unterscheidung: Omikron
'Omi/'omi, Omega'Om/'om - nach einem griechischen Buchstaben folgt ein Leerzeichen
Indizes
- oberer hinterer Index:
^, z. B.a^2; mehrere/mehrdeutige Inhalte einklammern:x^(a +b) - unterer hinterer Index:
_, z. B.r_1; mehrere/mehrdeutige Inhalte einklammern:r_(1,2) - Reihenfolge: oberer vor unterem Index
- vorderer oberer Index: Leerzeichen vor
^, Inhalt immer in Klammern, z. B.^(2)x - vorderer unterer Index: Leerzeichen vor
_, Inhalt immer in Klammern, z. B._(2)x
Operatoren, Relationen und Pfeile
| Bedeutung | BookAccess |
|---|---|
| Addition / positives Vorzeichen | +
|
| Subtraktion / negatives Vorzeichen | -
|
| Multiplikation | *
|
| Division | /
|
| plus/minus | +- oder +/-
|
| gleich / nicht gleich | = / \=
|
| ungefähr / proportional | ~~ / ~
|
| größer/kleiner gleich | >= / <=
|
| viel größer/kleiner | >> / <<
|
| Pfeil rechts/links | -> / <-
|
| Doppelpfeil rechts/links | --> / <--
|
| Pfeil beide Richtungen | <->
|
| Doppelpfeil beide Richtungen | <-->
|
Wurzeln und Brüche
- Quadratwurzel:
'w(<Inhalt>), z. B.'w(x +2) - n-te Wurzel:
'w[n](<Inhalt>), z. B.'w[3](a^3) - einfacher Zahlenbruch ohne Abstände:
3/4 - gemischte Zahl:
1 1/2 - zusammengesetzter Zähler/Nenner in Klammern:
(2 *a +b)/(c -3 *d) - Doppelbruch: Hauptbruchstrich
//, innere Brüche/ - Verhältnis/Maßstab im Text mit Abständen:
1 : 20
Intervalle und Klammern
- abgeschlossen:
[3; 10] - offen:
(3; 10)oder]3; 10[ - rechts halboffen:
[3; 10)oder[3; 10[ - links halboffen:
(3; 10]oder]3; 10] - mehrzeilige Fallunterscheidung linearisieren; jede Zeile in eckige Klammern
Mengen, Vektoren, Matrizen, Funktionen
- Element:
'el, Teilmenge:'TM, Durchschnitt:'DM, Vereinigung:'VM - Zahlenmengen:
'N,'Z,'Q,'R,'C; Zusätze als Indizes - Vektor:
'va, Vektor von A nach B:'vAB, Skalarprodukt:'va *'vb, Kreuzprodukt:'va 'x 'vb - Koordinaten:
(x|y)bzw.(x|y|z) - Matrix:
'mat[m|n]; Zeilen in eckigen Klammern, Werte durch Strichpunkte, gesamter Inhalt in runden Klammern, z. B.'mat[2|4]([1; 2; 3; 4][4; 3; 2; 1]) - Determinante:
'det[A] - Winkelfunktionen:
'sin(),'cos(),'tan()usw. - Logarithmen:
'log(),'log_a(),'lg(),'ln(),'lb() - Summe/Produkt:
'Si[...]()/'Pi[...]() - Grenzwert:
'lim[...](); Integral:'int[...](); Ableitung/partielle Ableitung:'d/'dp - Binomialkoeffizient:
'(n\k)
Vor Verwendung eines hier nicht aufgeführten Symbols muss der vollständige BookAccess-Mathematikdatensatz abgefragt werden.
2. Physik
Zum Abrufstand existiert im BookAccess-Wiki keine eigenständige Seite „Physik-Richtlinien“. Die Seite Formel bestimmt ausdrücklich, dass mathematische und physikalische Formeln nach denselben Mathematik-Übertragungsrichtlinien wie die standardisierte Mathematikmatura linearisiert werden.
Verbindliche Ableitung:
- Formeln: BookAccess-Mathematiknotation
- Einheiten: Leerzeichen zwischen Wert und Einheit; zusammengesetzte Einheiten linear, z. B.
9,81 m/s^2 - Vektoren, Matrizen, Winkel, Funktionen und Indizes: Mathematikregeln
- Schaltbilder, Diagramme und Versuchsaufbauten: BookAccess-Grafikentscheidung; gegebenenfalls taktile Darstellung
- Tabellen und Messreihen: BookAccess-Tabellenregeln
- keine erfundene „Physikschrift“ verwenden
Der Musterindex enthält Physik unter anderem bei Muster 134 (Serienschaltung) und 135 (Parallelschaltung). Diese Beispiele konkretisieren geometrische/graphische Darstellungen, begründen aber keine allgemeine neue Notation.
Quelle: Formel
3. Chemie
Die Chemie-Richtlinien gelten abweichend von bzw. ergänzend zu Mathematik. Ihre Regeln haben bei chemischen Inhalten Vorrang.
- Atomanzahl: tiefgestellte Atomzahlen nicht als Tiefstellung markieren:
H2O,C3H5(OH)3. - Mikroteilchenzahl: Abstand nach dem Koeffizienten:
2 Mg,6 CO2 +6 H2O -> C6H12O6 +6 O2. - Aggregatzustand: nicht als Index, sondern in runden Klammern:
C2H5OH(l),O2(g),Mg^(2+)(aq). - Kristallwasser: Punkt ohne Abstände; danach Koeffizient mit Abstand:
CaSO4.2 H2O. - Ladungen/Indices: Ladung als oberer Index immer in Klammern:
H^(+),Cl^(-),Mg^(2+); bei Δ, Σ, Π nachfolgende Ausdrücke einklammern. - Radikale: Punkt mit Apostrophkonvention abbilden, z. B.
R'.,'.O-O-H,R-R -> 2 R'.. - Oxidationszahlen: als zugeordnete Indexangaben nach BookAccess-Muster; komplexe Fälle zwingend gegen Chemie-Seite/Muster prüfen.
- Viele Indizes: vordere Indizes mit Leerraum,
^bzw._, jeweils geklammert; Reihenfolge exakt nach Richtlinie, z. B.^(12)_(6)C. Atomanzahl bleibt direkt beim Elementsymbol, Ladung als hinterer oberer Index. - Elektronenkonfiguration: keine Abstände zwischen Schale und Elektronenzahl:
[Al] 1s2 2s2 2p6 3s2 3p1; Orbitalindex z. B.2p_x,3d_(xy). - Reaktionsgleichung: vor und nach Pfeilen ein Abstand; Reaktionsbedingungen über/unter dem Pfeil nach dem Pfeil in eckigen Klammern, danach Pfeil wiederholen.
- Gleichgewicht: exakte Pfeilschreibweise aus dem Chemie-Datensatz/Muster verwenden; nicht aus allgemeiner Chemienotation ableiten.
- Durchschnitt/Standard:
^('DS)bzw.^('ds)oder durchgängig^0; gewählte Schreibweise am Buchanfang erklären. - Entropie/Enthalpie: Spezialcodes wie
'De,'Siund Indexklammern exakt nach Tabelle der Chemie-Seite; Beispiele:'De(H_R),'Si(S^0_(Produkte)). - Strukturformeln: lineare Valenzstrichformeln ohne Abstände zwischen Gruppen:
CH3-CH2-OH; Einfachbindung-, Doppelbindung=, Dreifachbindung=-; mehrzeilige Formeln als Tabelle, Hauptzeile mit##. - Variablen: variable Indizes mit
_und Klammern; komplexe Ausdrücke zur Eindeutigkeit mit*, z. B.C_nH_(2 *n +2).
Quelle: Chemie-Richtlinien
4. Rechnungswesen
- allgemeine Word-Tabellenregeln gelten
- einfacher Buchungssatz linear mit
|zwischen Soll und Haben, z. B.2800 Bank | 2300 Sonstige Forderungen - zusammengesetzte Buchungssätze in Primanotaform, Konten zeilenweise mit
an - Konten, Bilanzen und mehrspaltige Übersichten als zugängliche Word-Standardtabellen oder nach Fachbeispiel auflösen
- T-Konten mit Überschrift, anschließend getrennte Blöcke
Soll:undHaben: - Rechnungsbelege je nach Arbeitsziel unterschiedlich auflösen: zum Verbuchen nur relevante Buchungsdaten; zur formalen Prüfung alle Pflichtangaben
- Kontoauszüge zeilenweise und mit klaren Salden-/Summenblöcken
Quelle: Rechnungswesen-Richtlinien
5. Phonetik und Musik
Für phonetische Ausdrücke, englische Lautschrift/Alphabet und Musiknoten existieren eigene BookAccess-Seiten. Diese Inhalte dürfen nicht als gewöhnlicher Fließtext oder aus allgemeiner IPA-/Musiknotation übertragen werden. Vor einer solchen Aufgabe sind die Seiten Phonetischer Ausdruck, English Sounds and the English Alphabet und Musiknoten im Richtliniendatensatz vollständig zu lesen; unklare Fälle benötigen fachliche Freigabe.
Verarbeitungs- und Qualitätssicherungsprozess
1. Eingangsprüfung
Vor Beginn dokumentieren:
- Titel, Verlag, Ausgabe, ISBN/Schulbuchnummer, Seitenbereich
- rechtmäßiger Zugang der begünstigten Person bzw. befugten Stelle
- Zielperson/Zielgruppe und Schulstufe
- Fach, Lernziel und erwartete Lösungshandlung
- Zielmedium und technische Umgebung
- Vollständigkeit und Lesbarkeit der Vorlage
- vorhandene taktile Materialien und zuständige Freigabeperson
OCR darf nie still korrigiert werden. Unsichere Zeichen, Indizes, Tabellenzellen und Bildbeschriftungen werden gegen die visuelle Vorlage geprüft.
2. Zweipass-Analyse
Pass A: Inventar
In Originalreihenfolge erfassen:
- Metadaten
- Überschriftenhierarchie
- Seitenmarker, Kopf-/Fußzeilen
- Fließtext, Dialog, Listen, Hervorhebungen und Fußnoten
- Aufgaben, Teilaufgaben, Lösungen und Musterantworten
- Tabellen, Spalten, Formeln und Fachnotation
- Bilder, Karten, Diagramme, Schaubilder und dekorative Elemente
Pass B: pädagogische Funktion
Für jedes Element beantworten:
- Welche Information trägt es?
- Welche Handlung verlangt die Aufgabe?
- Würde eine Beschreibung die Lösung verraten?
- Reicht lineare Sprache oder braucht es taktile Information?
- Welche BookAccess-Regel und welches Muster sind am ähnlichsten?
3. Entscheidungsmatrix für Grafiken
| Frage | Entscheidung |
|---|---|
| Für Inhalt/Aufgabe nicht relevant? | ignorieren |
| Inhalt bereits gleichwertig im Text? | nicht wiederholen |
| Relevante Information vollständig und lösungsneutral beschreibbar? | zielgerichtet in {{Grafik: ...}} beschreiben
|
| Räumliche/graphische Information wesentlich und textuell nicht gleichwertig? | taktile Grafik/Material anfordern |
| Beschreibung würde Lösung offenlegen? | kurz erwähnen + {{Aufgabe mit taktilem Material lösbar}}
|
| Aufgabe bleibt trotz Beschreibung nicht lösbar? | kurz erwähnen + {{Aufgabe mit taktilem Material lösbar}}
|
4. Automatisierbare Prüfungen
Struktur
- jede Aufgabe beginnt mit zulässiger Kennzeichnung
- jedes Aufgaben-/Lösungsende vorhanden
!!nur bei Ebenen 1–4 und am Zeilenanfang- Seitenmarker vollständig, sortiert und ohne angrenzende Leerzeilen
- keine automatischen Listen oder verbundenen Tabellenzellen
Zeichen
- keine typografischen einfachen Anführungszeichen/Akzentzeichen als Matheankündiger
- keine Gedankenstriche, sofern nicht ausdrücklich fachlich erforderlich
- ausgeglichene Klammern einschließlich
{{...}},||...||,|...|,[],[[...]] - keine LaTeX-Befehle wie
\frac,\sqrt,\begin,$...$ - Formeleditorobjekte und Bildformeln erkannt/linearisiert
Inhalte
- Vollständigkeitsabgleich gegen Originalseiten
- Zahlen, Vorzeichen, Einheiten, Indizes und Tabellenwerte doppelt prüfen
- jede Grafik hat Klassifikation und Begründung
- eigene Ergänzungen vollständig in
{{...}} - keine Bildbeschreibung verrät eine zu erarbeitende Lösung
- jede fachliche Schreibweise gegen zuständige Fachseite geprüft
Schulstufe
- Tabellenform nach Schulstufe
- Volksschul-Sonderregeln
- kurze Hervorhebungen Stufe 1–2
- Kopf-/Fußzeilen und Zeilen-/Versangaben altersgerecht
5. Nicht vollständig automatisierbare Prüfungen
Zwingende menschliche Freigabe bei:
- Auswahl zwischen Beschreibung, Aufgabenadaptierung und taktilem Material
- komplexen Karten, geometrischen Konstruktionen und naturwissenschaftlichen Versuchsaufbauten
- mehrdeutiger OCR in Formeln oder Tabellen
- Änderung des Lösungsvorgangs oder Schwierigkeitsgrads
- Fachnotation ohne eindeutiges BookAccess-Muster
- sehr großen Tabellen, deren Reduktion fachliche Inhalte verändern könnte
- Aufgaben, bei denen eine Beschreibung unbeabsichtigt Hinweise liefert
6. Praktischer Endtest
Mindestens folgende Tests durchführen:
- Tastaturnavigation ohne Maus
- Überschriftenliste mit Screenreader
- lineares Lesen auf Braillezeile, besonders Sonderzeichen und Formeln
- Eingabe in allen
[]-Stellen ohne Formatierungsbruch - Navigation zwischen Aufgaben, Lösungen und Seitenmarkern
- Word-Tabellennavigation Zelle für Zelle
- Probeausdruck/Schwellkopie, wenn taktile oder Braille-Ausgabe vorgesehen ist
Rechts- und Nutzungsrahmen: Marrakesch und Österreich
Projektannahme
Das Projekt dient ausschließlich der Herstellung und Nutzung barrierefreier Fassungen für berechtigte Schülerinnen und Schüler mit Blindheit, Seh- oder vergleichbarer Lesebehinderung sowie – soweit einschlägig – der Tätigkeit einer befugten Stelle. Die Ausgangswerke müssen rechtmäßig zugänglich sein. Die barrierefreie Fassung darf nicht allgemein veröffentlicht oder für nicht begünstigte Personen bereitgestellt werden.
Diese Annahme ist eine Projekt-Compliance-Regel, keine individuelle Rechtsberatung.
Was der Vertrag ermöglicht
Der Marrakesch-Vertrag verpflichtet Vertragsparteien zu urheberrechtlichen Ausnahmen für barrierefreie Formatkopien. Er erfasst veröffentlichte Werke in Form von Text, Notation und zugehörigen Illustrationen. Zulässige Änderungen müssen der Barrierefreiheit dienen; die Werk-integrität ist unter Berücksichtigung dieser notwendigen Änderungen zu respektieren. Befugte Stellen benötigen rechtmäßigen Zugang, handeln gemeinnützig und geben Kopien ausschließlich an begünstigte Personen bzw. befugte Stellen weiter.
Quellen: WIPO-Vertragstext, Art. 2–5, WIPO-Zusammenfassung
Österreich: § 42d UrhG
Die österreichische Umsetzung erlaubt nach § 42d Abs. 4 seh- oder lesebehinderten Menschen und in ihrem Namen handelnden Personen, für ihre ausschließliche Nutzung eine barrierefreie Formatkopie herzustellen, wenn die Person rechtmäßigen Zugang zum Werk hat.
Befugte Stellen dürfen nach Abs. 5 bei rechtmäßigem Zugang barrierefreie Formatkopien herstellen und sie gemeinnützig zugunsten begünstigter Personen bzw. anderer befugter Stellen nutzen und weitergeben. Für befugte Stellen bestehen Sorgfalts-, Aufzeichnungs- und Schutzpflichten; für bestimmte Nutzungen sieht Abs. 8 einen finanziellen Ausgleichsanspruch des Urhebers vor, der nur durch Verwertungsgesellschaften geltend gemacht werden kann. Die freie Werknutzung nach Abs. 4 und 5 kann nach Abs. 9 vertraglich nicht ausgeschlossen werden.
Quelle: RIS – Urheberrechtsgesetz § 42d, tagesaktuelle Fassung
Die österreichischen Gesetzesmaterialien bestätigen, dass die Regelung Bücher, E-Books, Zeitungen, Zeitschriften, andere Schriftstücke, Notationen einschließlich Notenblättern und zugehörige Illustrationen umfasst und einen ebenso leichten und komfortablen Zugang ermöglichen soll.
Quelle: Österreichisches Parlament – Erläuterungen zu § 42d
Verbindliche Compliance-Prüfung pro Auftrag
- Ist die Zielperson blind, seh- oder lesebehindert im Sinn des anwendbaren Rechts?
- Handelt eine berechtigte Person, eine in ihrem Namen handelnde Person oder eine befugte Stelle?
- Besteht rechtmäßiger Zugang zur konkreten Ausgabe bzw. zum Werk?
- Dient jede Änderung der Zugänglichkeit und bleibt der Inhalt ansonsten integer?
- Ist die Nutzung ausschließlich für die begünstigte Person bzw. den zulässigen Empfängerkreis vorgesehen?
- Wird unbefugte Weitergabe technisch und organisatorisch verhindert?
- Werden bei einer befugten Stelle erforderliche Aufzeichnungen und Sorgfaltspflichten eingehalten?
- Sind Ausgleichs-/Vergütungspflichten der befugten Stelle geprüft?
- Bei grenzüberschreitender Weitergabe: Sind Empfängerland, Empfängerstatus und die besonderen EU/EWR-/Marrakesch-Regeln geprüft?
Nicht zulässig als pauschale Annahme
Aus Marrakesch folgt keine allgemeine Erlaubnis, beliebige Schulbücher zu kopieren, öffentlich hochzuladen, an ganze Klassen ohne Berechtigungsprüfung zu verteilen oder über die für Barrierefreiheit notwendigen Änderungen hinaus zu bearbeiten. „Das Material wurde gekauft“ ist wichtig für den rechtmäßigen Zugang, ersetzt aber nicht die Prüfung von Zielperson, Zweck, Empfängerkreis und Weitergabe.
Datenschutz
Nachweise über Behinderung oder Berechtigung sind sensible personenbezogene Daten. Nur notwendige Daten erheben, Zugriff beschränken, Aufbewahrungsfristen festlegen.